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Molise

MonforteMolise ist eine der kleinsten und ärmsten Regionen Italiens. Sie grenzt im Norden an die Abruzzen, im Westen an Latium, im Süden an Kampanien und im Osten an Apulien. Auch wenn sich die größten Teile der Region durch gebirgige Landschaft auszeichnet, grenzt sie im Nordosten auch an die Adriaküste. In der Vergangenheit hatte die Region mehr Bedeutung als heutzutage. Als Zeitzeugen aus besseren Zeiten findet man auch heute noch alten Burgruinen und andere Ausgrabungen. Die Hauptstadt ist Campobasso (50.000 Einwohner), welche im Südosten der Region liegt. Campobasso ist Sitz eines Erzbischofs und hat neben der Ruine eines alten Kastells, auch einige schöne Kirchen zu bieten. Im Westen der Region liegt die Ort Isernia, welcher ebenfalls Sitz eines Bischofs ist. Die Molise ist eine Region Italiens, die kaum von sich Reden macht, dabei ist sie sehr vielseitig.

 

Die Hauptstadt Campobasso, auf die man vom wunderschönen Castello Monforte hinabblicken kann, gab es schon zu Zeiten der Normannen. 1237 erreichte die Stadt unter Cola di Monforte ihre Blütezeit, in der zum Beispiel die historische Stadtmitte entstand. Die Errungenschaften der Stadt reichten in jener Zeit bis zum Münzprägerecht.

 

MoliseDoch neben historischen Schauplätzen hat die Stadt auch einige Kuriositäten zu bieten, wie das Internationale Museum für Miniaturkrippen. Hier findet man 400 Krippen aus der ganzen Welt, seien es nun Holzkrippen aus dem Schwarzwald oder Krippen aus gefaltetem Papier, bemaltem Ton oder Kork. Sehenswert ist auch Casacalenda, eine Stadt in der Provinz Campobasso. Obwohl es Historiker gibt, die glauben, dass Casacalenda ursprünglich Kalene di Polibio hieß, und somit Schauplatz der Schlachten Hannibals gegen die Römer gewesen sein muß, ist diese kleine Stadt (2800 Einwohner) kaum bekannt. Seit 1994 gibt es in den Wäldern bei Casacalenda die erste sogenannte Naturoase der Region, die von der LIPU, einer Organisation, die sich dem Vogelschutz verschrieben hat, geschützt und gefördert wird. Auf 105 Hektar Hügelland, das von zahlreichen Quellen und Bächen durchlaufen wird, finden zahlreiche Vogelarten ein zu Hause.

 

Eine weitere Stadt der Provinz ist für ihr besonders bekömmliches Olivenöl bekannt. Rund um Larino (etwa 8300 Einwohner) sowie in weiten Teilen der gesamten Region, findet der Olivenbaum das ideale Klima vor. 300 bis 600 Meter über dem Meeresspiegel wachsen die kleinen grünen Früchte besonders gut, und die Tatsache, dass in der Molise größten Teils noch von Hand geerntet wird, trägt zusätzlich zu der Qualität des Olivenöles bei, das in der traditionellen italienischen Küche einfach nicht fehlen darf.

 

Weitere Infos:
Fläche: 4.438 km²
Einwohner: 334.000
Hauptstadt: Campobasso
Provinzen: Campobasso, Isernia

 

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