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Kalabrien-Geschichte

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Castello PalizziKalabrien ist ohne Zweifel eine Region mit einer sehr ereignisreichen Vergangenheit. Seine Geschichte setzt sich aus spannenden Vorherrschaften vieler Völker und Kulturen des Mittelmeerraumes zusammen. Zahlreich sind auch seine prähistorischen Fundstücke, besonders aus der Zeit ab dem Paleolitikum. Ein wichtiger Beweis für Besiedlungen im späten Bronzezeitalter ist der Turm "Torre Galli" in der heutigen Provinz Vibo Valentia.

 

Eine der sicherlich wichtigsten und interessantesten historischen Epochen Kalabriens ist jene der griechischen Kolonisation ab dem 8. Jahrhundert vor Christus. Die Griechen kreierten auch den Namen dieser Halbinsel "Italia". Charakteristisch für die griechische Vorherrschaft war die Gründung neuer Städte und ihrer Subkolonien. So wurde das heutige Reggio Calabria gegründet von dem griechischen Volksstamm der Chalkiser. Die Machtausübung des grossgriechischen Reiches findet ihren Höhepunkt im 6. Jahrhundert vor Christus zu Lebzeiten des berühmten Philosophen Phythagoras, welcher in Krotone lebte. Auch die Reste des damaligen Locri Epizephiriy zeugen vom damaligen Ruhm und Glanz dieser Epoche.

 

KalabrienAuch die Bruttier begannen sich auszubreiten doch wurden sie des öfteren von den Römern geschlagen. Zunächst waren sie Alliierte des Pirro und später Verbündete Hannibals aus Kathargo. Die römische Vorherrschaft unterschied sich deutlich vom prachtvollem Prunk des Großgriechischen Reiches. Die soziale und wirtschaftliche Entwicklung erlitt einen fortwährenden Stillstand in den darauffolgenden Jahrhunderten.

 

Es folgte die Invasion der Goten, der Visgoten und der Langobarden. Während der Byzantinischen Epoche ab ca. 500 nach Christus entwickelte sich Kalabrien nach und nach zu einer Festung gegen die Überfälle der vom Meer aus angreifenden Sarazenen.

 

Die Zuströme der Mönche aus dem Osten verwandelten Kalabrien in ein Zentrum antiker Kultur durch die Produktion zahlreicher Manuskripte. Leider finden wir heute nur noch wenige dieser Kunstschätze aus jener Zeitperiode im heutigen Kalabrien. Doch in Rossarno können Sie auch heute noch den magischen "Codex Purpureus Rossanensis" bewundern.

 

Es folgte die Normannische Zeit während der zwei große Protagonisten des Mönchstums ihre Köster gründeten. Eines erschuf der gleichnamige Gioacchino da Fiore. Jenes andere gebar der Einsiedler Bruno aus Köln. Es handelt sich hierbei um ein berühmtes Karthaeuserkloster im Waldgebiet der Serre. Die Fremdherrschaft wurde abgelöst durch die Anjou, die Aragoneser und die Spanier, deren Ungerechtigkeiten sich besonders der Philosoph Tommaso Campanella widersetzte.

 

Dann im 18. Jahrhundert wurde das bourbonisch regierte Kalabrien durch eine grausame Hungersnot und ein entsetzliches Erdbeben heimgesucht. Das Zeitalter der Revolutionen rückte näher. Der Anhänger Napoleons Joachim Murat fand in Pizzo 1815 sein Ende und während der geistigen Bewegungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Gebrüder Bandiera erschossen. Endlich brachte Garibaldi scheinbar neue Hoffnung im Jahre 1860 durch die Vereinigung Italiens in ein einheitliches Königreich. Aber Kalabrien blieb weiterhin von Unruhen nicht verschont. Es bildeten sich selbständige Briganten die das Volk weiterhin unterdrücken und die extreme Armut zwang die Menschen zur Flucht. Die Bevölkerung halbierte sich quasi durch eine Massenemigration.

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