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Abruzzen

Punta CavalluccioDie Region Abruzzen liegt ungefähr in der Mitte des italienischen Stiefels und grenzt im Westen an die römischen Region Latium. Im Süden grenzt die Region an Molise und im Norden an die Marken. Entlang der Adriatischen Küste im Osten der Region reihen sich viele Badeorte aneinander, unter anderem auch die Stadt Pescara, die auch die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist. Im Norden schließt sich die Provinz Teramo und im Süden die Provinz Chieti an. Im Westen dominieren die Gebirgszüge des Gran Sasso d'Italia Massivs die Landschaft. Der höchste Gipfel, der sogenannte Corno Grande, erreicht stolze 2.912 Meter Höhe.

 

L'Aquila

Etwas südwestlich liegt die größte Provinz der Abruzzen, L'Aquila mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt. Die Gebirgslandschaft steht im krassen Gegensatz zu der adriatischen, flach abfallenden Küstenlinie. Im Süden der Abruzzen liegt der Nationalpark, der auch heutzutage noch der heimischen Flora und Fauna eine natürliche Schutzzone bietet. Neben dem seltenen Abruzzen-Braunbären leben in dem Schutzgebiet auch Wildschweine, Gämsen, Luche, Steinadler, Falken, Wölfe und weitere teilweise bedrohte Tierarten. Ein Teil des Nationalparks ist für Touristen erschlossen, der Großteil ist aber den Tieren und Pflanzen vorbehalten. Meer, Berge, Kunst, Gastronomie, Folklore: das sind in wenigen Worten die Abruzzen.

 

Kunst und Handwerk

Gran SassoDie vier Provinzhauptstädte, L'Aquila - Chieti - Pescara -Teramo und viele andere Orte haben in alten Zeiten sehr bedeutende Rollen gespielt, und man kann noch heute viele kunsthistorische Schätze, archäologische Überreste, Museen, Kathedralen, Schlösser, Aquädukte und Brunnen bewundern: Zeugen eines fortlaufenden, arbeitsreichen Lebens auf Meeren, Feldern und Berge. Überall in der Region werden viele Handwerkszweige ausgeübt, angefangen von der Keramikkunst von Castelli, der Holzverarbeitung von Pretoro, der Likörproduktion von Casàuria bis zu den Goldschmiedearbeiten von Scanno. Das sind nur einige Beispiele, wobei sich bei manchen der Ursprung sogar bis in die frühgeschichtliche Zeit zurückverfolgen lässt.

 

Feste und Traditionen

Jedes Jahr kennzeichnen tausende von verschiedenartigen Festen Lieder und Traditionen das abruzzesische Volk. Diese Traditionen aus der Zeit der Feld und Hofarbeiten wurden von wohlorganisierten und vielstimmigen Chören und Folkloristischen Gruppen übernommen. Andererseits sind aber auch viele Fortschritte zu verzeichnen; so wurde in der Nähe von Teramo ein Tunnel durch den Gran Sasso gebaut, um eine rasche Verbindung vom Tyrrhenischen Meer zur Adria zu schaffen; in Pescara werden die Flugpisten für internationale Flüge verlängert und in der Gegend von Chieti entstehen modernste Industrieanlagen.

 

Nationalpark Abruzzen

Das alles geschieht zu Füssen des Nationalparks der Abruzzen, wo noch ein Stückchen unberührter Natur erhalten ist. Eine faszinierende Region der lebendigen Kontraste, mit Alt und Neu, in welcher noch die ererbte Achtung vor der Tradition lebt, wo der Mensch seine wesentlichen Gaben noch nicht eingebüsst hat. Dort, zwischen dem Norden und dem Süden, auf uralten Strassen, die die Adriaküste mit Rom verbinden, haben die Abruzzen ihre Bedeutung als "Scharnier Italiens" zurückgewonnen und schmelzen in bewundernswerter Weise im Tiegel der eigenen Geschichte Kontraste und Akkorde, so wie sie das Leben des Landes bestimmt haben.

 

Weitere Infos:
Fläche: 10.793 km²
Einwohner: 1.250.000
Hauptstadt: L'Aquila
Provinzen: L'Aquila, Pescara, Chieti, Teramo

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